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Ökonomie gegen Ökologie oder Ökonomie durch Ökologie?

Das zu Ende gehende Jahr wurde von den verschiedensten politischen Problemen begleitet. Es gab zahlreiche Sachthemen, die kontrovers diskutiert wurden wie auch personelle Auseinandersetzungen zwischen den politisch agierenden Menschen unseres Landes.

Zwei Themen waren jedoch dominierend:

- Die Frage der Energieversorgung mit den Aspekten Energiepreise, Energiesicherheit und Klimaschutz
- Die internationale Finanzkrise und die sich abzeichnende Wirtschaftskrise

Es stellt sich nun die Frage: “ Sind diese beiden Bereiche isoliert zu betrachten und sind vielleicht sich widersprechende Maßnahmen erforderlich? Das Stichwort heißt hier: Ökonomie gegen Ökologie.

Oder sind die Probleme so miteinander verbunden, daß eine zusammenhängende Betrachtungsweise vonnöten ist und isolierte Lösungsversuche zum Scheitern verurteilt sind. Das Stichwort heißt hier: Ökonomie durch Ökologie.

Ich bin der Meinung, daß die Probleme sehr wohl miteinander zu tun haben, ja sogar die gleiche Ursache haben.

Wir haben uns daran gewöhnt, ja sehen es als unumstößliche Tatsache an, daß unser Wohlergehen von einem stetigen Wachstum abhängig ist. Die größte Sorge vieler Politiker ist es, daß die Wachstumsprognosen gegen Null gehen. Dabei wird nicht hinterfragt, ob ein stetiges Wachstum überhaupt möglich ist.

In einer Situation wie nach dem 2. Weltkrieg, wo Deutschland und weiten Teile Europas in Schutt und Asche lagen, war ein hohes Wachstum notwendig.

Doch schon in den 60’er Jahren mahnte der Vater des Wirtschaftswachstums Ludwig Erhard zum Maßhalten.

Das vernünftige und für die Lebensverhältnisse auf unserer Erde verträgliche Maß scheint jedoch abhanden gekommen zu sein.

Ein “immer mehr” an materiellem Wohlstand in einer Welt mit begrenzten Rohstoffvorkommen ist, zumal bei einer stetig wachsenden Weltbevölkerung nicht möglich. Kriegerische Auseinandersetzungen um die letzten Reserven sind dann ebenso unvermeidlich wie die sich schon jetzt abzeichnenden, gewaltigen Wanderungsbewegungen.“

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.” Diese Aussage von M. Gandhi sollte uns nachdenklich machen.

Denn es war die Gier von Bankmanagern, die immer mehr Reichtum anhäufen wollten und dabei der Weltwirtschaft schweren Schaden zugefügt haben. Und auch die Gier der Menschen, vor allem in den industrialisierten Ländern, nach immer mehr, ohne Rücksicht auf die Natur, fügt der Zukunft der Menschheit schweren Schaden zu.

Wir müssen lernen, mit den Möglichkeiten unseres Planeten sorgsam zu haushalten. Dies gilt insbesondere für die Energieversorgung. Wir haben bereits heute viele Möglichkeiten, die Sonne als Energiespender anzuzapfen.

Diese Techniken weiter zu erforschen und anzuwenden und gleichzeitig unsere Ansprüche nicht ins Unermeßliche zu steigern sind ein guter Ansatz, unseren Planeten als lebenswerten Raum für die Menschheit zu erhalten.

Rainer Hilgert, Vorsitzender Regionalverband Koblenz-Mittelrhein


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