Chronik der ÖDP nach Jahren

1975

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Herbert Gruhl schreibt den Beststeller „Ein Planet wird geplündert", in dem er auf die Umweltkrise aufmerksam macht.

1978

Herbert Gruhl und andere Aktivisten gründen die GAZ (Grüne Aktion Zukunft), die zum politischen Sammelbecken für die gesamte ökologische Bewegung werden soll. Inhaltliche Basis der GAZ: „Das grüne Manifest" von Herbert Gruhl.

1979

Die GAZ tritt zusammen mit grünen Gruppierungen unter dem Namen „Sonstige politische Vereinigungen - Die Grünen" zur Europawahl an. Das Ergebnis: 3,2 Prozent der Stimmen.

1980

Das Bündnis hat rund 30.000 Mitglieder und konstituiert sich als Partei mit dem Namen „Die Grünen". Dem Bündnis beigetreten ist unter anderem auch die GAZ. Inhaltliche und personelle Differenzen führen aber dazu, dass Herbert Gruhl die Selbstauflösung der GAZ verweigert und aus den Grünen austritt.

1981

Die GAZ, die GLU (Grüne Liste Umweltschutz) und AGÖP (Arbeitsgemeinschaft ökologische Politik bei den Grünen) verschmelzen zu einer neuen Partei: zur Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP).

1982

Der erste ordentliche Parteitag der ÖDP wählt in Bad Honnef Herbert Gruhl zu ihrem Vorsitzenden. Die Partei hat rund 1.800 Mitglieder.

1984

Die ÖDP kandidiert bundesweit zum ersten Mal zur Europawahl und erreicht 0,3 Prozent der Stimmen. Ihr erstes Mandat erreicht die ÖDP im Kreistag von Schwandorf (Bayern).

1986

Die ÖDP erzielt bei der Landtagswahl in Bayern 0,7 Prozent.

1988

1,4 Prozent der Stimmen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg sichern die Wahlkampfkostenerstattung.

1989

Dem Vorwurf der „Rechtslastigkeit" wird mit dem so genannten „Rechtsabgrenzungsbeschluss" begegnet.

Herbert Gruhl zieht sich aus der Partei zurück.Die Delegierten des Bundesparteitags wählen in Saarbrücken Hans-Joachim Ritter zum neuen Vorsitzenden.

Die ÖDP erreicht 0,7 Prozent bei den Europawahlen.

Bei der Kommunalwahl in Bayern erringt die ÖDP 63 kommunale Mandate.

1992

Bernd Richter wird ÖDP-Bundesvorsitzender.

1994

Im Superwahljahr erreicht die ÖDP bei der Europawahl 0,8 Prozent.

1995

Hans Mangold wird in das Amt des ÖDP-Bundesvorsitzenden gewählt.

1997

Die ödp engagiert die Agentur Buttgereit und Heidenreich und verpasst sich selbst ein neues Erscheinungsbild. Fortan wird die Abkürzung der Partei klein geschrieben.

Eine Frau wird erstmals Bundesvorsitzende: Susanne Bachmaier.

1998

Die ödp hat mittlerweile 280 kommunale Mandate.

Die ödp feiert ihren bisher größten Erfolg: die Abschaffung des bayerischen Senats.

Auf politischen Druck der ödp werden fünf Atomstandorte in Bayern gestrichen.

1999

Dank einer Klage der ödp vor dem nordrhein-westfälischen Verfassungsgerichtshof wird die Fünf-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen abgeschafft. Die ödp kann ihr Wahlergebnis bei den Kommunalwahlen in NRW versechsfachen.

2000

Der Wirtschaftskriminalist Uwe Dolata wird neuer Bundesvorsitzender.

Die bayerische ödp bringt in vielen Kommunen Bürgerbegehren unter dem Motto: „Temelinstrom kommt mir nicht ins Haus" auf den Weg.

2002

Die ödp tritt zur Bundestagswahl an. Zwar fällt das Ergebnis enttäuschend aus, aber von Januar bis September können 350 neue Mitglieder gewonnen werden.

2003

Klaus Buchner wird von den Delegierten zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt.

Bei der bayerischen Landtagswahl erzielt die ödp ein Ergebnis von 2,0 Prozent.

2004

Bei der Europawahl bekommt die ödp 0,6 Prozent der Stimmen.

Die ödp gewinnt die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das neue Parteiengesetz.

2005

Eine gemeinsame Zukunft mit der Familienpartei wird beschlossen.

2007

Die Zusammenarbeit auf Bundesebene mit der Familienpartei wird beendet.

Die ödp feiert ihren 25. Geburtstag.

2008

Bei den Kommunalwahlen in Bayern gewinnt die ödp Mandate hinzu: Sie hat nun bundesweit über 400 und stellt darüberhinaus diverse Bürgermeister (z. B. in Passau, Burkardroth etc.).

Die bayerische ÖDP gewinnt die Klage gegen die Nichtberücksichtigung im Wahlomat bei der Landtagswahl. In Zukunft müssen auch alle nicht im Parlament vertretenen Parteien aufgeführt werden.

2009

Die ödp erhält bei der Europawahl im Juni rund 0,5 Prozent der Wählerstimmen und bekommt weiterhin staatliche Mittel. Im Dezember votieren rund 13, 9 Prozent der bayerischen Bürger für ein Volksbegehren für mehr Nichtraucherschutz, das von der ödp initiiert wurde.

2010

Im Juli ist der von der ÖDP initiierte Volksentscheid "Für echten Nichtraucherschutz" erfolgreich: Über 60 Prozent der Wählerinnen und Wähler sprechen sich dafür aus. Damit ist Sebastian Frankenberger, ÖDP-Mitglied und Organisator bundesweit in den Medien. 

2011

Im November wird Sebastian Frankenberger mit 71 Prozent zum neuen Bundesvorsitzenden der ÖDP gewählt. Seine Stellvertreterinnen sind Susann Mai aus Thüringen und Verena Häggberg aus Hamburg.